Montag, 7. August 2017

Rezension "Murder Park" von Jonas Winner

Autor: Jonas Winner
Titel: Murder Park
Herausgeber: Heyne (Verlagsgruppe Random House)
Buchlänge: 414 Seiten
ISBN: 978-3-453-42176-9
Preis: 12,99 € (Klappenbroschur); 9,99€ (eBook)


Inhalt:
 

Zodiac Island vor der Ostküste der USA: ein beliebter Freizeitpark – bis dort ein Serienmörder drei junge Frauen auf bestialische Weise tötet. Der Täter Jeff Bohner wird schnell gefasst, der Park aber geschlossen. Die Schreie der Opfer scheinen vergessen zu sein. 20 Jahre später: Die Insel soll zur Heimat werden für den Murder Park – eine Vergnügungsstätte, die mit unseren Ängsten spielt. Paul Greenblatt wird zusammen mit elf weiteren Personen auf die Insel geladen. Und dann beginnen die Morde.

Ein Killer ist auf der Insel …keiner kann dem anderen trauen …die nächste Fähre kommt erst in drei Tagen …Quelle


Meinung:
 

Dieses Buch erhielt ich als Rezensionsexemplar vom Heyne Verlag bzw. dem Bloggerportal. Vielen Dank an dieser Stelle!

Der Klappentext dieses Buches hat mich direkt angesprochen und ich wusste sofort: Dieses Buch muss ich lesen! Es erinnert mich ein bisschen an einen Film, den ich vor Jahren mal gesehen habe und der mich sehr beeindruckt hat (glaube der Film hieß „Mindhunters“).
In „Murder Park“ geht es um die Planung einer neuen Attraktion, die mit den Ängsten der Teilnehmer spielt und somit auch ein wenig als Dating-Hilfe genutzt werden soll, ganz im Sinne von „wenn du allein bist, schnappt dich der ‚Killer‘ und du verlierst“. Um zu überprüfen, wie das Konzept ankommt, hat der Parkgründer neben sich selbst noch 11 weitere Teilnehmer mit verschiedenen Berufen auf die ehemalige Freizeitpark-Insel eingeladen, um den Park auszutesten und bekannt zu machen. Unter den Teilnehmern befindet sich unter anderem eine Fernsehjournalistin, ein Kameramann, eine Ex-Fahnderin und ein Psychiater, der alle vor Inselantritt unter die Lupe nimmt. Diese Interviews mit den betroffenen Personen werden im Buch dargestellt.
Jeder Teilnehmer hat eine Verbindung zum Freizeitpark und den damaligen Ereignissen.

Die Charaktere dieses Buches waren alle sehr gut ausgearbeitet und wirkten authentisch auf mich, vorallem durch die verschiedenen Interviews konnte ich gute Einblicke in deren Persönlichkeiten erhalten.
Protagonist dieses Buches ist der junge Paul Greenblatt, aus dessen Sicht man die ganzen rätselhaften Ereignisse erfährt. Dieser Charakter hat mich im Laufe des Buches sehr überrascht, da ich durch die Darstellung am Anfang (sein Interview ist der Buchauftakt) ein verzerrtes Bild von ihm hatte. Auch die anderen Charaktere sind nicht alle so, wie sie zu sein scheinen. Die Irreführungen haben mir sehr gut gefallen und dies hat ordentlich dazu beigesteuert, dass das Buch bis zum Schluss undurchschaubar war; dies ist meiner Meinung nach ein sehr wichtiger Faktor für einen gelungenen Thriller!

Der Schreibstil hat mir ebenfalls gut gefallen, er ist flüssig und spannend von der ersten bis zur letzten Seite. Zum einen erfährt man durch die Interviews etwas über die Teilnehmer und deren Vergangenheit (insbesondere die Vergangenheit mit der Insel) und zum anderen erlebt man die Ereignisse im Murder-Park aus der Sicht von Paul Greenblatt. Durch die tollen Beschreibungen konnte ich mir die 12 Teilnehmer und die Insel gut vorstellen und ich fühlte mich des Öfteren in das Buch hineinversetzt. Der Autor schreibt mit einem hohen Ekelfaktor, dies war mir leider oft ein bisschen zu viel, aber vielleicht bin ich da auch nur ein bisschen zu überempfindlich.


Fazit:  

„Murder Park“ ist ein absolut gelungener Thriller mit einem hohen Spannungsgrad. Ich mochte den Protagonisten, ich mochte die Idee und die Umsetzung ist dem Autor super gelungen. Einzig die sehr detaillierten Morde haben mir etwas sauer aufgestoßen, aber nichtsdestotrotz eine klare Leseempfehlung!

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