Montag, 31. Juli 2017

Rezension "Der Dunkle Turm - Schwarz" von Stephen King


Autor: Stephen King
Titel: Der Dunkle Turm - Schwarz
Herausgeber: Heyne (Verlagsgruppe Random House)
Buchlänge: 317 Seiten
ISBN: 978-3-453-50402-8
Titel der Originalausgabe: The Dark Tower: The Gunslinger
Übersetzer: Patrick Niemeyer
Preis: 9,99 € (Taschenbuch); 8,99€ (eBook)

Inhalt: 

Auf der Suche nach dem Dunklen Turm durchstreift Roland, der letzte Revolvermann, eine sterbende Welt. Unbeirrt folgt er den Spuren des Mannes in Schwarz – der ist der Schlüssel zu den Mysterien des Dunklen Turms, der am Anfang der Zeit steht. (Quelle: Coverrückseite)


Meinung:
 

Dieses Buch erhielt ich als Rezensionsexemplar vom Heyne Verlag bzw. dem Bloggerportal. Vielen Dank an dieser Stelle!

Da mich der Trailer zu der Verfilmung sehr angesprochen hat, musste ich dieses Buch einfach haben. Ich gehöre zu der Sorte Mensch, die, bevor sie einen Film sehen, gerne das passende Buch (falls vorhanden) dazu gelesen haben.

Der Protagonist dieses Buches ist der sogenannte „Revolvermann“, welcher auf der Jagd nach dem „Schwarzen Mann“ ist. Dabei durchstreift er ein Dorf namens Tull, wo er ein großes Chaos hinterlässt. Anschließend flüchtet er sich in eine scheinbar unendliche Wüste und begegnet dort einem kleinen Jungen, welcher dem Schwarzen Mann bereits begegnet ist und dem Revolvermann helfen möchte, diesen aufzuspüren. Gemeinsam treten sie die weitere Verfolgung an und erfahren dabei einiges über die Zukunft und die Vergangenheit. Mehr kann ich euch zum Inhalt leider nicht verraten, sonst besteht Spoilergefahr – und jede Leseratte weiß: Es gibt nichts schlimmeres als Spoiler.
Was es mit dem Dunklen Turm auf sich hat und ob die beiden den Schwarzen Mann finden, müsst ihr schon selbst herausfinden.

Die Geschichte ist in fünf Teile aufgegliedert, welche nochmal in verschiedene Kapitel eingeteilt wurden. Der Erzählstil ist typisch King sehr komplex und somit nicht der einfachste, aber verständlich – sofern man konzentriert bei der Sache ist. Ansonsten kann es passieren, dass ein Kapitel nochmal gelesen werden muss, da man plötzlich den Anschluss verloren hat. Das ist mir leider mehr als einmal passiert, da die Geschichte oft sehr langatmig war und ich mit den Gedanken beim Lesen dann abgeschweift bin. Einige Stellen waren für mich auch leider oft sehr unlogisch und hinterließen einige offene Fragen, die leider bis zum Ende nicht völlig aufgedeckt wurden. Dies liegt aber vermutlich daran, dass es sich bei „Schwarz“ um den Auftakt einer siebenteiligen Reihe handelt und King wohl nicht alle Rätsel zu Anfang auflösen wollte. Verständlich, aber für den Leser nicht einfach; ein oder zwei Fragen hätte er gerne noch aufklären können…
Um hier ein Beispiel zu nennen, bleibt für mich unter anderem die Frage offen, zu welcher Zeit dieses Buch eigentlich spielt (bzw. zu welchen Zeiten) und auch, ob es sich hier um reine Fiktion handelt oder ob auch noch ein Hauch Realität das Buch beeinflusst.  
Aber abgesehen von den offenen Fragen und dem komplexen und sehr abstrakten Schreibstil war das Buch doch interessant zu lesen und vor allem der Schluss war unglaublich packend.
 
Fazit:  

Aufgrund des schweren Schreibstils und der sehr abstrakten Geschichte würde ich „Der Dunkle Turm – Schwarz“ als Geschmackssache bezeichnen.
Mich konnte dieser Auftakt leider nicht vollständig überzeugen, da für meinen Geschmack viel zu viel Dinge ungeklärt blieben oder schlichtweg unlogisch waren – allerdings ist die Grundidee der Geschichte doch sehr interessant und ich werde der Reihe wohl aufgrund dessen und wegen des wirklich packenden Endes mit der Fortsetzung noch eine Chance geben.

Dienstag, 25. Juli 2017

Rezension "Die Königin der Schatten - Verbannt" von Erika Johansen

Autor: Erika Johansen
Titel: Die Königin der Schatten – Verbannt
Herausgeber: Heyne (Verlagsgruppe Random House)
Buchlänge: 608 Seiten
ISBN: 978-3-453-31588-4
Titel der Originalausgabe: The Fate of the Tearling
Übersetzer: Sabine Thiele
Preis: 14,99 € (Klappenbroschur); 11,99 € (eBook)

Inhalt:
Kelsea Glynn hat sich als wahre Herrscherin erwiesen. Um ihr Land vor einer schrecklichen Invasion durch das Nachbarreich Mortmesne zu schützen, hat sie sich in die Hände ihrer größten Feindin begeben: der Roten Königin. Doch damit nicht genug, die Rote Königin ist inzwischen auch im Besitz von Kelseas wertvollen Saphiren. Sollte es ihr gelingen, sich deren Magie zu bemächtigen, ist ganz Tearling dem Untergang geweiht. Während Mace als Regent auf dem Thron von Tearling fieberhaft an einem Plan arbeitet, um Kelsea aus den Kerkern der Roten Königin zu befreien, kommt es im finsteren Mortmesne zum finalen Showdown zwischen den beiden Königinnen … Quelle

Meinung:
ACHTUNG! Da es sich hierbei um eine Fortsetzung handelt, kann dieses Buch Spoiler zu „Die Königin der Schatten“ und „Die Königin der Schatten – Verflucht“ enthalten.
Dieses Buch erhielt ich als Rezensionsexemplar vom Heyne Verlag bzw. dem Bloggerportal. Vielen Dank an dieser Stelle!

„Die Königin der Schatten – Verbannt“ ist der finale Teil einer Trilogie, welche die Meinungen gewaltig spaltet. Ich gehöre definitiv zu der Gruppe, die ein Fan dieser eindrucksvollen Reihe ist.
Über ein Jahr habe ich nun auf diesen Band gewartet und dementsprechend erfreut war ich, als ich den 600 Seiten „Schinken“ endlich in den Händen halten durfte.

Das Buch beginnt genau dort, wo der zweite Band aufgehört hat. Ein Krieg zwischen Tearling und Mortmesne scheint zwar nochmal gerade so abgewendet worden zu sein, da sich Kelsea freiwillig in die Hände der Roten Königin begeben hat; doch damit sind nicht alle Bedrohungen aus dem Weg geschafft: Die Rote Königin hat ihre Armeen nicht mehr vollständig unter Kontrolle und ein finsterer uralter Feind taucht wieder auf.
Neben den Problemen der Gegenwart erhält man auch hier wieder Einblicke in die Vergangenheit: Diesmal alles aus der direkten Zeit nach der Überfahrt, d.h. die Zeit der ersten Generation. Hierbei erfahren wir alles aus der Sicht von Katie Rice.

Die Charaktere haben mich wieder fast alle überzeugen können.
Kelsea mochte ich eigentlich vom ersten Band an und habe sie auch direkt ins Herz geschlossen, allerdings ist mir der Sprung vom unsicheren, unscheinbaren Entchen zum außergewöhnlich mächtigen und wunderschönen Schwan einfach zu extrem und unglaubwürdig gewesen (dies hat mich bereits im zweiten Band gestört). Dennoch mochte ich ihren Part in dieser Geschichte sehr gerne.
Eine mir absolut sympathische neue Person in diesem Buch war die junge Katie Rice, welche zusammen mit Jonathan Tear und einigen anderen wichtigen Charakteren dieser Geschichte in Neulondon aufwächst. Durch ihre Erlebnisse erfährt Kelsea, wieso (auf gut deutsch gesagt) die neue Welt nach kürzester Zeit den Band runter ging. Des Weiteren erfährt man in diesen Rückblicken endlich, was es mit Row Finn und dem Fetch auf sich hat.
Sehr überraschend war für mich die Perspektive der Roten Königin, deren Identität in diesem Teil der Trilogie aufgedeckt wird. In den vorherigen Bänden wurde sie immer als abgrundtief böse dargestellt und hier wird offenbart, wer sie wirklich ist und wieso sie so ist, wie sie eben ist.
Der Schreibstil hat mir wieder außerordentlich gut gefallen. Ich konnte schon bei der ersten Seite voll in die Geschichte eintauchen und die Charaktere/Orte zuordnen; das hat schon einiges zu heißen, immerhin ist es über ein Jahr her seit ich den zweiten Band gelesen habe. Das Buch lässt sich sehr flüssig lesen und war fast durchweg spannend – nur der Mittelteil hat sich meiner Meinung nach etwas gezogen.
Was mir hier wieder sehr gut gefallen hat waren die vielen Perspektiven. Man erhält Einblicke in die Ereignisse unter anderem durch Kelsea, Katie, Aisa, der Roten Königin und noch einigen anderen. Dies sorgte dafür, dass auch trotz des zähen Mittelteils nie Langeweile aufkam.

Was das Ende dieser Trilogie angeht bin ich ziemlich zwiegespalten: zum einen finde ich es gut gelöst und schlüssig, zum anderen ging es mir einfach zu schnell. Lieber hätte bei 600 Seiten der Mittelweil etwas gekürzt werden können und dafür das Ende ausführlicher ausgearbeitet…

Fazit:
Im Großen und Ganzen bin ich sehr zufrieden mit „Die Königin der Schatten – Verbannt“. Die verschiedenen Perspektiven, über die man Einblicke in die Geschehnisse erhält und vor allem die Zeitsprünge 1. Generation (nach der Überfahrt) / Gegenwart fand ich toll.
Das Ende hätte ein bisschen ausführlicher sein können und dafür der Mittelteil etwas kürzer… aber nichtsdestotrotz kann ich für dieses Buch und im Allgemeinen für die ganze Trilogie nur eine Leseempfehlung aussprechen.

Samstag, 22. Juli 2017

Monatsrückblick "Juni"

Hallo ihr Lieben!

Heute möchte ich euch gerne meinen Lesemonat Juni vorstellen; dieser fiel aber leider etwas „kürzer“ aus als die letzten Monate.
Wie üblich liste ich die Bücher in der Reihenfolge auf, in der ich sie gelesen habe (zugehörige Rezensionen verlinke ich direkt).
Eine Übersicht über meine Bewertungskriterien findet ihr „Hier“.

- „Frostkuss“ von Jennifer Estep. Ein toller Reihenauftakt, der mich direkt von sich überzeugen konnte. Ich liebe die Charaktere und das Setting und gebe eine klare Leseempfehlung dafür!
- „Niemand wird sie finden“ von Caleb Roehrig. Hierbei handelt es sich um einen spannenden Jugendkrimi mit einem sehr sympathischen Protagonisten und einer tollen Story. Leseempfehlung!
- „BlackOut - Morgen ist es zu spät“ von Marc Elsberg. Dieses interessante Buch hat ein beängstigendes Szenario als Thematik und bringt einen ordentlich zum Nachdenken. Da es aber sehr viel detailliertes Fachwissen enthält (was mich oft störte) würde ich es der Kategorie „Geschmackssache“ zuordnen.
- „Die Blausteinkriege I – Das Erbe von Berun“ von T.S. Orgel. Hierbei handelt es sich um einen eindrucksvollen Reihenauftakt, der mir sehr gut gefallen hat. Obwohl ich zu Anfang ein paar Probleme mit den vielen verschiedenen Perspektiven hatte, ist dieses Buch dennoch eine klare Leseempfehlung (Tipp am Rande: am Ende des Buches ist ein Glossar. Hätte ich das früher entdeckt, wären wohl weniger Probleme aufgetaucht…)
- „Frostfluch“ von Jennifer Estep. Dieses Buch ist der zweite Band der Mythos Academy Reihe und hat mir, genauso wie sein Vorgänger, trotz einigen Kleinigkeiten sehr gut gefallen. Leseempfehlung!
- „Das Herz des Verräters“ von Mary E. Pearson. Dabei handelt es sich um die Fortsetzung von „Der Kuss der Lüge“. Das Buch ist eine faszinierende Fortsetzung voller Gefühl und verspricht sowohl tolle Charaktere, als auch ein faszinierendes Setting mit spannender Handlung und sehr gutem Schreibstil. Definitiv ein Highlight!
- „Die Wellington Saga - Versuchung“ von Nacho Figueras. Eine prickelnde Geschichte mit authentischen Charakteren rund um einen spannenden Sport, der mich neugierig gemacht hat. Leseempfehlung!

Insgesamt macht das diesen Monat ca. 3492 Seiten.

Monatshighlight
:
Dies war diesen Monat definitiv „Das Herz des Verräters“ von Mary E. Pearson. Es konnte mich von der ersten Seite an fesseln und ich fiebere nun auf den dritten Teil hin, welcher (leider) erst im Oktober erscheinen wird.

 

Montag, 17. Juli 2017

Rezension "Schwert und Flamme" von Sara B. Larson


Autor: Sara B. Larson
Titel: Schwert und Flamme (Die Schwertkämpfer Reihe III)
Herausgeber: cbt (Verlagsgruppe Random House)
Buchlänge: 384 Seiten
ISBN: 978-3-570-31103-5
Titel der Originalausgabe: Endure
Übersetzer: Antoinette Gittinger
Preis: 12,99 € (Klappenbroschur); 9,99€ (eBook)

Inhalt: 

Endlich sind Alexa und König Damian offiziell ein Paar. Allerdings kontrolliert der Bösewicht Rafe immer noch Alexas Gedanken und könnte sie jederzeit dazu zwingen, Damian etwas anzutun. Zudem wird das Königreich belagert und Rylan entführt. Alexa dringt tief in feindliches Gebiet vor, um ihn zu befreien. Noch ahnt sie nicht, welche Gefahren dort auf sie lauern. Eine Armee aus schwarzen Zaubern stellt sich ihr entgegen. Und die welt, wie Alexa sie kennt, steht kurz vor der Vernichtung. Wird sie stark genug sein, um die Liebe ihres Lebens zu schützen? Quelle


Meinung:

ACHTUNG! Da es sich hierbei um eine Fortsetzung handelt, kann dieses Buch Spoiler zu „Schwert und Rose“ und „Schwert und Glut“ enthalten.
Dieses Buch erhielt ich als Rezensionsexemplar vom cbt Verlag bzw. dem Bloggerportal. Vielen Dank an dieser Stelle!
Ich habe mich so gefreut, als ich dieses Buch endlich in den Händen halten durfte: den letzten Teil der Schwertkämpfer-Reihe.
Das Buch beginnt dort, wo der zweite Band aufgehört hat: Alexa steht immer noch unter Rafe’s Kontrolle, ihr Königreich steht vor einem gewaltigen Krieg und plötzlich erhält sie die Information, dass ihr todgeglaubter Freund Rylan doch noch am Leben ist – allerdings befindet dieser sich in den Händen des Feindes und die wollen unbedingt Alexa in ihre Gewalt bekommen. Diese macht sich prompt auf eine Rettungsmission, die nicht nur ihr Leben gefährdet…

Alexa war mir von Band 1 an sehr sympathisch. Sie ist mutig, clever und kämpft für alle, die sie liebt; selbst wenn das den Verlust ihres eigenen Lebens bedeuten würde.
Ihre Selbstzweifel und anderen Ängste lassen sie auch sehr authentisch wirken, allerdings kann ich in diesem Band einfach nicht nachvollziehen warum sie ein so wichtiges Geheimnis vor Damian zurück hält.

Damian mochte ich in diesem Band leider nicht so sehr. Obwohl er König ist und ein Reich zu regieren hat, welches (nebenbei bemerkt) vor einem Krieg steht, ist er doch unglaublich schwach, sobald es um Alexa geht. Beispiel: Alexa will Rylan retten – Damian dreht fast durch vor Sorge. Liebesgeschichte hin oder her aber das war mir persönlich zu dick aufgetragen; der König weiß um Alexas Talent im Kampf und sein bedrohtes Königreich sollte in diesem Fall einfach vorgehen.

Die anderen Charaktere waren ebenfalls wieder schön ausgearbeitet und obwohl es schon ein Weilchen her ist, seitdem ich den zweiten Band gelesen habe, wusste ich doch auf Anhieb wieder wer wer war.
Leider verläuft dieses Buch ein bisschen nach dem Vorbild „Das Lied von Eis und Feuer“ („Game of Thrones“), d.h. es sterben sehr viele liebgewonnene Charaktere gefühlt im Minutentakt. Das mochte ich leider nicht so gerne, die ein oder andere Person hätte die Autorin am Leben lassen können ohne dem Verlauf der Geschichte zu schaden.

Nun zum Schreibstil: Dieser konnte mich wieder von der ersten Seite an begeistern. Er ist flüssig, einfach und wirklich angenehm. Von der ersten Seite an ist dieses Buch spannend und es fesselte mich bis zum Schluss.
Die Autorin hat eine sehr farbenfrohe Welt erschaffen, die ich mir gut bildlich vorstellen konnte.
Wie auch in den beiden anderen Bänden wird diese Geschichte wieder hauptsächlich aus der Ich-Perspektive von Alexa erzählt, allerdings erhält man auch einige Einblicke in die Ereignisse aus Damians Sicht.


Fazit:  

Alles in allem war „Schwert und Flamme“ ein gelungener Reihenabschluss und obwohl das Buch ein wenig schwächer war als seine Vorgänger, bin ich doch sehr zufrieden und das Lesen hat Spaß gemacht. Aufgrund des lockeren Schreibstils und den Kritikpunkten ordne ich dieses Buch der Kategorie „Zwischendurchgeschichte“ zu.

Dienstag, 11. Juli 2017

Rezension "Nemesis - Geliebter Feind" von Anna Banks


Autor: Anna Banks
Titel: Nemesis – Geliebter Feind (Die Nemesis Reihe I)
Herausgeber: cbt (Verlagsgruppe Random House)
Buchlänge: 432 Seiten
ISBN: 978-3-570-31142-4
Titel der Originalausgabe: Nemesis
Übersetzer: Michaela Link
Preis: 12,99 € (Klappenbroschur); 9,99€ (eBook)

Inhalt: 

Prinzessin Sepora ist auf der Flucht: Ihr Vater will sich mithilfe ihrer einzigartigen Gabe zum Herrscher über alle fünf Königreiche aufschwingen. Um das zu verhindern, taucht sie im verfeindeten Theoria unter, wo sie unfreiwillig als Dienerin am Königshof landet. Prompt verliebt sie sich in den jungen, smarten König Tarik – und steht schon bald vor einer folgenschweren Entscheidung: Ist sie bereit, ihren Gefühlen nachzugeben und Tarik die Wahrheit über ihre Herkunft zu verraten? Quelle

Meinung: 

Dieses Buch erhielt ich als Rezensionsexemplar vom Heyne Verlag bzw. dem Bloggerportal. Vielen Dank an dieser Stelle!

„Nemesis – Geliebter Feind“ ist der Auftakt einer Dilogie, was zur Abwechslung zu den ganzen Trilogien, die momentan sehr beliebt sind, wirklich erfrischend ist.
Die Protagonistin Sepora, deren Namen mir nebenbei bemerkt unglaublich gut gefällt, ist die Prinzessin eines der fünf Königreiche in der hiesigen Welt. Durch ihre besondere Gabe hat sie nicht nur einen liebevollen, sondern auch einen finanziellen Wert für ihren Vater, der sie kurzerhand einsperren lässt, als sie sich weigert, diese Gabe weiterhin einzusetzen (dies würde nämlich einen Krieg mit den anderen Ländern bedeuten).
Sie flüchtet aus ihrem Königreich und wird gleich darauf in einem anderen Land gefangen genommen und in den Harem des Falkenkönigs verkauft. Dies passt ihr allerdings ganz und gar nicht und mit Starrsinn und Intelligenz erkämpft sie sich bald schon die Wertschätzung des Königs. Während ihrer Zeit in Theoria sieht sie sich einigen Herausforderungen, Problemen und unerwarteten Gefühlen gegenüber…

Sepora war mir als Protagonistin sofort sympathisch; sie ist frech, mutig, clever und weiß, was sie will. Was mir ebenfalls sehr gut an ihr gefallen hat ist, dass sie der Überzeugung ist nur sich selbst Rechenschaft schuldig zu sein und sich durch nichts und niemanden unterkriegen lässt.
Tarik, der Falkenkönig, war mir ebenfalls sehr sympathisch. Er ist ein sehr einfühlsamer König, der sich seinem Volk sehr verbunden fühlt und der für dessen Wohlbefinden und Sicherheit so ziemlich alles tun würde.
Die anderen Charaktere, wie z.B. Tariks Bruder, wirkten ebenfalls alle absolut authentisch auf mich. Die Autorin hat wirklich tolle, überzeugende Charaktere geschaffen, in die ich mich direkt hineinversetzen konnte!
Mit am besten an dieser Geschichte hat mir die Liebesgeschichte gefallen: Aufgrund der Inhaltsbeschreibung dachte ich zuerst, es wird eine der typischen, klischeebehafteten Romanzen: Liebe auf den ersten Blick und seitenlanges Schmachten - doch schnell wurde ich eines besseren belehrt. Die Liebesgeschichte ist zwar ein zentrales Thema dieses Buches, sie läuft meines Erachtens aber eher im Hintergrund ab. Sie entwickelt sich langsam mit dem einen oder anderen Hindernis und dadurch viel authentischer als dieser „Liebe auf den ersten Blick“-Quatsch (da glaube ich nicht dran).

Der Schreibstil ist flüssig und war angenehm zu lesen.
Durch die detaillierten Beschreibungen der Charaktere und Orte konnte ich mich gut in die Geschichte hineinversetzen und hatte oft das Gefühl, ich wäre direkt im Geschehen dabei. Hierbei möchte ich aber noch erwähnen, dass ich zu Anfang allerdings ein paar Startschwierigkeiten wegen eben jenen Beschreibungen hatte: Die Autorin warf mir in den ersten Kapiteln so einige Begriffe ohne Erklärungen an den Kopf, deren Bedeutungen erst ein paar Kapitel weiter enthüllt wurden. Es wäre einfacher gewesen, wenn sie die Erklärungen direkt zu den Begriffen gebracht hätte, aber nunja. Es hat sich ja dennoch alles geklärt!
Das Buch ist durch den Falkenkönig inklusive seines Harems und dem Wüstenland Theoria ziemlich orientalisch angehaucht, was mir gut gefallen hat. Erzählt wird die Geschichte abwechselnd aus der Sicht von Sepora und Tarik, wobei nur Seporas Erzählungen in der Ich-Perspektive geschrieben wurden.
Die Handlung war durchgehend spannend und interessant.


Fazit:  

„Nemesis – Geliebter Feind“ verspricht tolle, authentische Charaktere, eine süße sich im Hintergrund abspielende Liebesgeschichte und eine phantastische Welt.
Auch wenn ich anfangs ein paar Probleme mit den Begriffen hatte, konnte ich doch sehr schnell in die Geschichte eintauchen und mich vom orientalischen Flair verzaubern lassen.
Alles in allem eine schöne Geschichte, die es sich zu lesen lohnt – Leseempfehlung!