Sonntag, 25. Juni 2017

Rezension "Das Herz des Verräters" von Mary E. Pearson


Autor: Mary E. Pearson
Titel: Das Herz des Verräters (Die Chroniken der Verbliebenen II)
Herausgeber: Bastei Lübbe
Buchlänge: 527 Seiten
ISBN: 978-3-8466-0042-9
Titel der Originalausgabe: The Heart of Betrayal
Preis: 18,00 € (Hardcover); 13,99€ (eBook)

Inhalt:

Seit Lia in den feindlichen Palast verschleppt wurde, muss sie um ihr Leben fürchten. Rafe ist zwar an ihrer Seite, aber hier kann auch er sie nicht mehr beschützen. Der Komizar von Venda will Lias Tod – und erst als Kaden ihm verrät, dass Lia die Gabe der Vorsehung besitzt, steigert das in den Augen des Feindes Lias Wert. Sie gewinnt Zeit – doch was sagt ihr der Blick in die Zukunft? Lia muss wichtige Entscheidungen treffen und einen Weg finden, um endlich ihrem Gefängnis zu entfliehen ... Quelle


Meinung:

ACHTUNG! Da es sich hierbei um eine Fortsetzung handelt, kann dieses Buch Spoiler zu „Der Kuss der Lüge“ enthalten.

Vorab möchte ich erwähnen, dass meine Erwartungen dank des grandiosen ersten Bandes sehr hoch waren. Diese, soviel kann ich schon mal verraten, wurden nicht nur erfüllt, sondern auch übertroffen! Der zweite Band hat mir noch besser gefallen, als der Erste!

„Das Herz des Verräters“ setzt nahtlos an seinen Vorgänger „Der Kuss der Lüge“ an. Lia und Rafe wurden vom Königreich Venda gefangen genommen – beide müssen um ihr Leben fürchten, doch mit Lügen und Kadens Hilfe verschaffen sich beide etwas Zeit. Wie auch im vorherigen Band ist das Thema Romantik hier großgeschrieben und fügt sich perfekt in die düstere Handlung ein – es war nicht zu viel und nicht zu wenig; die ideale Mischung! Die Dreiecksbeziehung zwischen Lia, Rafe und Kaden wird immer verzwickter und obwohl ich einige Male dachte „der wird es!“, war ich mir doch immer öfter unsicher und war am Ende genauso unschlüssig wie beim ersten Band.

Lia durchlebt auch in diesem Teil wieder eine große persönliche Veränderung, sie wird stärker und lernt sich mit den Konsequenzen ihrer Handlungen besser auseinander zu setzen – auf mich hat es den Eindruck gemacht, als würde sie alles genau durchdenken und ihre Worte/Taten sorgfältig einsetzen. Sie wirkt dadurch nochmal um ein vielfältiges authentischer und sympathischer auf mich als noch in „Der Kuss der Lüge“ – und da mochte ich sie schon sehr. Ich bin absolut begeistert von ihrem Charakter und einfach ihrer ganzen Rolle in diesem Buch bzw. dieser Reihe.
Rafe war eigentlich die ganze Zeit über mein Favorit; er begibt sich nicht nur in immense Gefahr, als er sich mit Lia zusammen gefangen nehmen lässt, sondern versucht auch alles um sie und sich selbst zu befreien. Im Laufe der Geschichte wird offensichtlich, wie sehr er sich in das Mädchen verliebt hat und dies brachte mich des Öfteren zum Schmachten.
Aber nicht nur Rafe brachte mich oft zum dahinschmelzen, sondern auch Kaden. Dieser versucht ebenfalls mit aller Macht die Frau, die er liebt, zu beschützen. Der Unterschied zu Rafe ist aber dieser, dass Kaden Lia nicht aus Venda bringen, sondern sie bei sich behalten will. Ab dem Zeitpunkt, wo er ihr von seiner Vergangenheit erzählt hat, war ich mir bei der Wahl „Rafe oder Kaden“ dann wieder komplett unschlüssig. Diese verletzliche Seite am Attentäter machte ihn mir plötzlich wieder um ein Vielfaches sympathischer.

Der Schreibstil konnte mich erneut von der ersten Seite an begeistern – durch die verschiedenen Perspektiven (Lia, Rafe, Kaden und Pauline) wird die Geschichte nie langweilig und man erfährt viel mehr über die Gesamtsituation, wodurch das Buch viel authentischer auf mich gewirkt hat. Nicht nur die Personen konnten mich von sich überzeugen, sondern auch das Setting. Die Autorin erschafft mit ihren Worten eine völlig neue Welt, die ich mir sehr bildhaft vorstellen konnte – Venda wirkte sehr düster und trostlos auf mich.

Mit dem Ende wurde ich erneut völlig schockiert zurück gelassen – der Cliffhanger ist meiner Meinung nach sogar noch trauriger und schlimmer als beim ersten Band.

Fazit:  

Eine absolut faszinierende Fortsetzung eines tollen Reihenauftaktes. Ich habe das Gefühl, die Geschichte wird von Seite zu Seite spannender und besser – ich kann euch dieses Buch (und logischerweise auch den ersten Band) nur ans Herz legen: für mich ein Highlight!
Setting, Charaktere, Handlung und Schreibstil konnten mich komplett überzeugen und ich habe wirklich NICHTS auszusetzen. Jetzt heißt es: Tage zählen bis Band 3 erscheint! (Ende Oktober)

Rezension "Frostfluch" von Jennifer Estep

Autor: Jennifer Estep
Titel: Frostfluch (Mythos Academy II)
Herausgeber: Piper
Buchlänge: 374 Seiten
ISBN: 978-3-492-28032-7
Titel der Originalausgabe: Kiss of Frost
Preis: 9,99 € (Taschenbuch); 14,99 € (Klappenbroschur); 9,99€ (eBook)

Inhalt: 

Gwen Frost lebt. Noch. Denn die Schnitter des Chaos haben es auf sie abgesehen. Und deshalb muss Gwen an der Mythos Academy kämpfen lernen. Ihr Lehrer: der attraktive Logan Quinn, in den Gwen heimlich verliebt ist. Die Komplikationen sind allerdings vorprogrammiert, denn der Spartaner hat ihr bereits zu Anfang des Schuljahres das Herz gebrochen. Ein Skiausflug bietet ihr endlich die willkommene Abwechslung vom harten Training - dort lernt sie den umwerfenden Preston kennen. Bald wird jedoch klar, dass Gwen ganz andere Sorgen hat: Die Feinde der Mythos Academy sind ihr auch außerhalb des Campus auf den Fersen und setzen alles daran, Gwen zu töten. Und zu allem Überfluss scheint auch Preston nicht der zu sein, für den sie ihn hält … Quelle

Meinung:
 

ACHTUNG! Da es sich hierbei um eine Fortsetzung handelt, kann diese Rezension Spoiler zu „Frostkuss“ enthalten.
 
Nachdem ich den ersten Band der Mythos Academy Reihe „Frostkuss“ gelesen habe, musste ich direkt mit dem Zweiten „Frostfluch“ anfangen.

In diesem zweiten Band wird Gwen von den Schnittern bedroht, die sich an ihr rächen wollen. Um sich selbst schützen zu können, muss sie Nachhilfeunterricht nehmen – ausgerechnet bei dem Jungen, in den sie sich hoffnungslos verliebt hat.
Auf dem Schulausflug, auf den sich alle außer Gwen freuen, kann sie endlich etwas Abstand zu Logan suchen und lernt prompt einen Schüler aus einer anderen mystischen Akademie kennen, der sich für sie zu interessieren scheint. Doch auf ihre neuen Gefühle kann sie sich nicht voll konzentrieren, denn die Schnitter sind auch hier hinter ihr her und Gwen muss sich erneut aus einigen Schwierigkeiten befreien… Im Laufe von „Frostfluch“ lüftet sie wieder das ein oder andere Geheimnis von ihren Freunden, lernt etwas Neues über ihre Gabe und erfährt einiges über den Tod ihrer Mutter.

Gwen war mir auch hier wieder direkt sympathisch – sie ist mutig, liebenswürdig und selbst ironisch (was mich auch hier wie in „Frostkuss“ oft zum Schmunzeln gebracht hat). Sie wirkt selbstsicherer als noch im ersten Band, was sie vielleicht auch ihren neuen Freunden zu verdanken hat, die ihr helfen wo sie können und treu hinter ihr stehen. Was mich hier nur des Öfteren gestört hat ist, das sie trotz Bedrohungen niemand einweiht und alles verharmlost. Sie weiß eigentlich, dass sie es nicht alleine mit den Schnittern aufnehmen kann und dass sie ihren Freunden und Lehrern vertrauen kann, aber um Hilfe bittet sie trotzdem nicht. Das war mir persönlich etwas zu unlogisch…
Logan ist ebenfalls stets an ihrer Seite, wenn sie ihn braucht und obwohl er nicht mit ihr ausgehen will ist er doch sehr eifersüchtig, sobald er sie mit Preston sieht. Das fand ich sehr amüsant zu lesen! Was mir auch sehr gut gefallen hat ist, dass man hier nicht nur seine starken Seiten kennen lernt, sondern auch eine seiner schwächsten Seiten.

Der Schreibstil ist sehr flüssig und einfach. Man erlebt die Ereignisse aus der Sicht von Gwen, da das Buch in der Ich-Perspektive geschrieben wurde. Das Buch ist von Seite 1 an wieder sehr spannend, was daran liegt, dass ständig etwas anderes passiert (auch wenn erneut wieder viele Dinge vorhersehbar sind).
Das Ende hat mir sehr gut gefallen und war zum dahinschmelzen. Hoffentlich geht es in Band 3 genauso süß weiter!

Auf den letzten Seiten (nach der Geschichte) findet sich noch einiges Lesenswertes: Gwens Gedanken zum Zeitplan des Winterkarnevals, Wissenswertes über die Krieger und ihre Magien, eine kleine Führung über das Schulgelände und ein „Who is Who“ der Akademie. So etwas finde ich immer super und interessant!

Fazit:  

Der zweite Band der Mythos Academy Reihe „Frostfluch“ hat mir, wie bereits sein Vorgänger, sehr gut gefallen (trotz einiger Kleinigkeiten). Wer also den ersten Teil gemocht hat, MUSS sich auch den zweiten Band holen – es ist definitiv eine Leseempfehlung!

Freitag, 23. Juni 2017

Rezension "Frostkuss" von Jennifer Estep


Autor: Jennifer Estep
Titel: Frostkuss (Mythos Academy I)
Herausgeber: Piper
Buchlänge: 400 Seiten
ISBN: 978-3-492-28031-0
Titel der Originalausgabe:
Preis: 9,99 € (Taschenbuch); 14,99 € (Klappenbroschur); 9,99 € (eBook)

Inhalt: 

Mein Name ist Gwen Frost und ich verfüge über die seltene Gypsy-Gabe ...
Im Mittelpunkt der Serie steht die 17-jährige Gwen Frost, die über ein außergewöhnliches Talent verfügt: Sie besitzt die »Gypsy-Gabe« – bei der eine einzige Berührung ausreicht, um alles über einen Gegenstand oder einen Menschen zu wissen. Doch dabei spürt Gwen nicht nur die guten Gefühle, sondern auch die schlechten und die gefährlichen. Auf der Mythos Academy soll sie lernen, mit ihrer Gabe sinnvoll umzugehen. Aber was Gwen nicht weiß: Die Studenten werden dort ausgebildet, um gegen den finsteren Gott Loki zu kämpfen. Und obwohl sie der Meinung ist, an der Mythos Academy nichts verloren zu haben, erkennt Gwen bald, dass sie viel stärker ist als gedacht und all ihre Fähigkeiten brauchen wird, um gegen einen übermächtigen Feind zu bestehen. Quelle


Meinung:
 

Eine Akademie, in der die Schüler Nachfahren von Spartanern, Walküren, Amazonen, Wikingern, Römern etc. sind und ausgebildet werden, gegen das Böse zu kämpfen (in diesem Fall gegen die Schnitter, d.h. die Gefolgsleute vom nordischen Gott Loki) – grandiose Idee! Ich persönlich bin ja ein großer Fan der griechischen Mythologie und freue mich über jedes Buch, das ich hierzu in die Hände bekomme und dann entdecke ich eine ganze Buchreihe, die dies und noch viel mehr beinhaltet!

Im ersten Teil versucht die Protagonistin und Einzelgängerin Gwen den Mord an einer Mitschülerin aufzuklären, welcher sie nicht loslässt… dadurch gerät sie natürlich nicht nur einmal in Gefahr.
Was mir sehr gut an ihr gefallen hat ist, dass sie zwar Einzelgängerin aber kein typisches Mauerblümchen ist. Sie ist eine starke junge Frau und sehr selbst ironisch, womit sie mich dann des häufigeren zum Schmunzeln brachte.
Daphne war mir ebenfalls fast auf Anhieb sympathisch – sie ist ein absolutes Talent am Computer, stark wie ein Bär und hat das Aussehen und Benehmen von Lilly Fee. Ich würde sagen, viel besser kann ich sie gar nicht beschreiben. Ich LIEBE ihren Charakter!
Und was wäre dieses Buch ohne den super heißen Kerl, der allen Mädchen den Kopf verdreht, in den man sich nicht verlieben sollte, es aber irgendwie doch tut? Nun… hier nennt man diesen besagten Kerl „Logan“. Was soll ich sagen? Er erfüllt wirklich alle Klischees: Unglaublich hübsch, talentiert, einen großen Hauch Bad Boy mit düsterem Geheimnis und hilft der Protagonistin Gwen des Öfteren mal aus der Klemme.

Der Schreibstil hat mir gut gefallen – er ist flüssig, einfach und vollgepackt mit Spannung, Witz, Freundschaft und einem Touch Romantik. Das Buch ist aus der Ich-Perspektive von Gwen geschrieben, wodurch ich perfekt mit ihr mitfühlen konnte. Obwohl sich einige Ereignisse vorausahnen ließen, war es doch durchweg spannend und es hat Spaß gemacht, diesen Reihenauftakt zu lesen.

Fazit:  

„Frostkuss“ ist ein toller Reihenauftakt, der mich von der ersten Seite an überzeugt hat. Das Setting und die Charaktere sind absolut zum Verlieben und ich gebe euch für dieses Buch eine klare Leseempfehlung!

Donnerstag, 15. Juni 2017

Rezension "Niemand wird sie finden" von Caleb Roehrig




Autor: Caleb Roehrig
Titel: Niemand wird sie finden
Herausgeber: cjb (Verlagsgruppe Random House)
Buchlänge: 409 Seiten
ISBN: 978-3-570-17334-3
Titel der Originalausgabe: Last Seen Leaving
Preis: 14,99 € (Klappenbroschur); 11,99€ (eBook)

Inhalt: 

Zwei können ein Geheimnis bewahren – wenn einer von beiden tot ist
Flynns Freundin January ist verschwunden. Die Polizei vermutet ein Verbrechen und stellt Fragen, die Flynn nicht beantworten kann. Alle Augen sind auf ihn gerichtet, schließlich war – ist – er ihr Freund und sie waren in der Nacht vor ihrem Verschwinden zusammen …

Ein grausamer Mord scheint die naheliegende Erklärung zu sein. Doch die Aussagen von Mitschülern und Freunden zeichnen ein völlig fremdes Bild von dem Mädchen, das Flynn so gut zu kennen glaubte. Er muss herausfinden, was mit January geschehen ist, ohne dabei zu verraten, dass er ebenfalls ein Geheimnis hat. Vor seinen Eltern. Vor seinen Freunden. Und vor allem vor sich selbst … Quelle

Meinung:

Dieses Buch erhielt ich als Rezensionsexemplar vom cbj Verlag bzw. dem Bloggerportal. Vielen Dank an dieser Stelle!

Angefragt habe ich es deswegen, da mir der Inhalt sehr zugesagt hat und ich schon einige sehr positive Rezensionen darüber gelesen habe.
Nach der tragischen Erkenntnis, dass January verschwunden ist, macht sich Flynn parallel zur Polizei auf die Suche nach ihr. Dabei findet er heraus, dass ihm das Mädchen, welches er eigentlich so gut kannte, in den letzten Wochen und Monaten absolut fremd geworden ist. Nach seinen Informationen hat sie so ziemlich alles an ihrem neuen Leben nach der Heirat ihrer Mutter gehasst – aber war das wirklich so? Auf der Suche nach January macht er einige Entdeckungen über sie und auch über sich selbst…

Der Protagonist Flynn war mir von Anfang an sehr sympathisch: auch wenn er und January sich schon einige Zeit nicht mehr wirklich grün waren, lässt er sofort alles stehen und liegen um sich an der Suche nach ihr zu beteiligen. Auch die Rolle, welches sein Geheimnis in diesem Buch spielt, hat mir sehr gut gefallen; da seine Gedankengänge aber teilweise ziemlich offensichtlich waren, konnte ich mir schon ziemlich früh denken, um was es sich dabei handelt. Im Laufe der Geschichte ist er sehr über sich selbst hinausgewachsen und das Geheimnis ist nicht mehr ganz so dramatisch, wie er immer gedacht und befürchtet hat.
Über January erfährt man unter Anderem ziemlich viel bei den Rückblenden. Sie konnte ich ebenfalls sehr schnell durchschauen – eine kleine Prinzessin, die sich nach Aufmerksamkeit sehnt und der dafür alles Recht ist. Versteht mich nicht falsch – natürlich tut es mir leid, was ihr alles wiederfahren ist aber ganz ehrlich: Wäre sie vielleicht etwas offener mit ihrer Mutter, Flynn und ihren Freunden gewesen, hätte sich vielleicht das ein oder andere verhindern lassen. Ihre Lügen und scheinheilige Art machten sie mir ebenfalls alles andere als sympathisch.

Das Buch hat einen sehr flüssigen, einfachen Schreibstil und ist aus der Sicht von Flynn geschrieben worden (Ich-Perspektive). Neben der Suche in der Gegenwart erhält man auch einige Einblicke in Flynns Beziehung mit January in Rückblenden. Die Kombination fand ich sehr gelungen und brachte mich den Charakteren viel näher.
Obwohl ich mir einige Sachen beim Lesen schon denken konnte, war der Schluss doch absolut nicht vorhersehbar. Der Autor führt den Leser auf viele Irrwege, wobei die Spannung stetig steigt und das Buch einen bis zum Schluss festhält.  

Fazit: 

„Niemand wird dich finden“ ist ein gelungener Jugendkrimi mit einem sehr sympathischen Protagonisten und einer interessanten, spannenden Handlung. Das Lesen hat mir viel Spaß bereitet und somit ist es eine klare Leseempfehlung!