Montag, 29. Mai 2017

Rezension "Du neben mir und zwischen uns die ganze Welt" von Nicola Yoon

Autor: Nicola Yoon
Titel: Du neben mir und zwischen uns die ganze Welt
Herausgeber: cbt (Verlagsgruppe Random House)
Buchlänge: 332 Seiten
ISBN: 978-3-570-31099-1
Titel der Originalausgabe: Everything, Everything
Preis: 9,99 € (Taschenbuch); 12,00€ (gebundene Ausgabe); 9,99€ (eBook); 19,99€ (Hörbuch)

Inhalt: 

Die 17-jährige Madeline hat noch nie das Haus verlassen, denn sie leidet an einer seltenen Immunkrankheit. Bisher war das kein Problem, weil sie es nicht anders kennt. Doch als im Nachbarhaus der geheimnisvolle Olly einzieht, kommen sich die beiden so nah, wie es für Madeline möglich ist. Plötzlich möchte sie die Welt außerhalb ihres sterilen Zimmers entdecken, die sie sonst nur aus Büchern kennt. Selbst wenn es bedeutet, dafür ihr Leben zu riskieren… Quelle


Meinung: 

„Du neben mir und zwischen uns die ganze Welt“ erhielt ich als Rezensionsexemplar vom cbt Verlag bzw. dem Bloggerportal. Vielen Dank an dieser Stelle!

Madeline, oder auch „Maddy“, lebt seit Jahren in absoluter Isolierung. Außer zu ihrer Mutter und ihrer Krankenschwester Carla hat sie keinen persönlichen Kontakt zu anderen Menschen. Jegliche Berührung mit der „Außenwelt“, d.h. der Welt außerhalb ihres sterilisierten Hauses, könnte für das junge Mädchen tödlich enden. Trotz ihrer Krankheit und der daraus nötigen Isolation hat sie gelernt, mit ihrer Krankheit zu Leben und das Beste aus dieser Situation zu machen… bis auf einmal eine neue Familie im Nachbarhaus einzieht. Sie freundet sich über das Internet mit dem Sohn der Familie an, lernt ihn und seine Probleme kennen und plötzlich ist ihr das Leben, das sie bisher kannte, nicht mehr genug.
Die Protagonistin Maddy war mir von Anfang an sehr sympathisch. Sie ist klug, liebt ihre Mutter über die Maße (ja, es freut mich jedes Mal, wenn die Liebe zur Mutter so schön dargestellt wird. Das liest man nicht häufig!) und ihrer Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Maddy ist glücklich mit ihrem Leben und hat ihr Schicksal akzeptiert; schließlich kann sie nichts vermissen, das sie nicht kennt. Als dann Olly ins Nachbarhaus einzieht, fängt sie zum ersten Mal an ihr Leben zu hinterfragen und will „mehr“.  
Olly hat mich ebenfalls direkt von sich überzeugen können. Er ist charmant, witzig und stört sich kein bisschen an Maddys seltener Krankheit und den damit einhergehenden Schutzmaßnahmen. Sein Leben ist ebenfalls nicht leicht, er hat zwar keine schwere Krankheit, dafür aber eine verkorkste Familie und einen fiesen Vater.
Die beiden freunden sich zunächst in einem Chat an und muntern sich auf; es war so schön an der nach und nach wachsenden Liebesgeschichte der beiden teilhaben zu können.

Der Schreibstil hat mir ebenfalls sehr gut gefallen. Das Buch ist aus der Ich-Perspektive von Madeline geschrieben und beinhaltet neben einigen Zitaten auch viele wunderschöne Skizzen, die einem Maddys Leben ein bisschen näherbringen. Da die Sätze sehr kurz sind und auch viele Seiten in Chatform geschrieben wurden (d.h. Madeline: …; Olly: ...) hatte ich dieses Buch sehr schnell durchgelesen. Genaugenommen brauchte ich nur ca. 3 Stunden dafür – dies sollte schon einiges zum Inhalt und dem Lesefluss aussagen: beides konnte mich komplett überzeugen.

Fazit:  

Diese Geschichte ist einzigartig, schön und vollgepackt mit Gefühlen.
Die Charaktere, der Schreibstil und die komplette Handlung konnten mich komplett überzeugen und ich kann euch dieses Buch nur ans Herz legen. Für mich ist „Du neben mir und zwischen uns die ganze Welt“ von Nicola Yoon definitiv ein Monats-Highlight und ich kann es kaum noch abwarten, den Film zu sehen! (Sollte laut meinen Informationen am 22. Juni in die Kinos kommen)

Rezension "Paper Palace" von Erin Watt

Autor: Erin Watt
Titel: Paper Palace – Die Verführung
Herausgeber: Piper
Buchlänge: 416 Seiten
ISBN: 978-3-492-06073-8
Titel der Originalausgabe: Twisted Palace
Preis: 12,99 € (Klappenbroschur); 9,99€ (eBook)


Inhalt: 

Diese Royals werden dich ruinieren…
Kaum haben sich Ella und Reed wiedergefunden, werden sie schon wieder getrennt – und Reeds Leben steht auf dem Spiel. Ist er dieses Mal zu weit gegangen? Ist ihm sein aufbrausendes Temperament zum Verhängnis geworden? Ella ist eine Kämpferin. Sie ist bereit, alles zu tun, um Reed zu schützen, und den Royals zur Seite zu stehen. Doch dann wird sie plötzlich von ihrer eigenen Vergangenheit eingeholt. Sie muss feststellen, dass ihr Leben eine einzige Lüge war. Werden die Royals sie am Ende doch ruinieren? Oder kann es ein Happy End für Ella und Reed geben? Quelle


Meinung: 

ACHTUNG! Da es sich hierbei um eine Fortsetzung handelt, kann diese Rezension Spoiler zu „Paper Princess“ und „Paper Prince“ enthalten.

„Paper Palace“ ist der dritte Band und somit der Abschluss der Paper-Trilogie. Nachdem ich letzten Monat „Paper Prince“ (genauso wie „Paper Princess“) in einem Rutsch durchgelesen hatte konnte ich es kaum erwarten, dieses Schätzchen bei mir willkommen zu heißen.
Nunja, was soll ich sagen… ich kam ca. um 15 Uhr mit dem Buch zuhause an und abends um 22 Uhr hatte ich es bereits beendet.
Das Buch setzt nahtlos an den Cliffhanger vom zweiten Band an, bzw. an BEIDE Cliffhanger. Eine Person stirbt, eine andere ist nicht ganz so Tod, wie angenommen wurde und wie sollte es auch anders sein: die Royals und Ella sind von beiden Situationen betroffen und alles andere als glücklich darüber.

Ellas Leben wird durch die Geschehnisse zum Ende des zweiten Bandes komplett auf den Kopf gestellt: die von den „Toten“ auferstandene Person entreißt sie ihrer neuen Familie und ihr wird der Kontakt zu Reed verboten, welcher in großen Schwierigkeiten steckt. Doch Ella lässt sich so schnell nicht unterkriegen; im Laufe der Trilogie wurde sie immer stärker und genau wie Reed kämpft sie für ihre Liebe und ihre Familie, die Royals. Ella ist eine starke, unabhängige und clevere Protagonistin, die mir wirklich sehr ans Herz gewachsen ist.
Reed veränderte sich im Laufe der Trilogie und vor allem dieses letzten Bandes ebenfalls sehr zum Positiven: Er wird ruhiger, weniger impulsiv und irgendwie „erwachsener“.
Der Schreibstil ist wieder sehr angenehm und flüssig. Obwohl sich der Anfang meiner Meinung nach ein bisschen gezogen hat wurde es nach einigen wenigen Kapiteln doch sehr spannend und ich konnte das Buch kaum mehr aus der Hand legen – bei den letzten 150 Seiten legte ich dann nicht mal mehr eine Pause ein, da ich so gefesselt von der Handlung war. Ella und Reed erzählen die Geschichte abwechselnd in der Ich-Perspektive, was dafür sorgte, dass es nie langweilig wurde.
Das Buch ist nicht nur gefühlvoll und prickelnd geschrieben, sondern enthält auch eine ordentliche Portion Humor und einige Schocker.
Mit dem Ende der Trilogie bin ich auch sehr zufrieden, obwohl ich es ehrlich gesagt habe kommen sehen.

Fazit:  

Bei „Paper Palace“ handelt es sich um einen tollen Trilogie-Abschluss, der vollgepackt ist mit Dramen, Liebe, Krimi und Erotik. Das Buch ist eine definitive Leseempfehlung und ich kann euch die Reihe nur nahelegen!



Donnerstag, 25. Mai 2017

Rezension "Auf immer gejagt" von Erin Summerill

Autor: Erin Summerill
Titel: Auf immer gejagt (Königreich der Wälder 1)
Herausgeber: Carlsen
Buchlänge: 412 Seiten
ISBN: 978-3-551-58353-6
Titel der Originalausgabe: Ever the hunted
Preis: 19,99€ (gebundene Ausgabe); 13,99€ (eBook); 19,99€ (Hörbuch)


Inhalt:
 

Im Wald kennt Tessa sich aus, er ist ihr Zuhause. Im Dorf jedoch wird sie nur geduldet, obwohl ihr Vater Saul der Kopfgeldjäger des Königs ist. Denn ihre Mutter beherrschte Magie, und die ist in Malam verboten. Als Saul getötet wird, hat die junge Fährtenleserin nur eine Chance auf ein sicheres Leben: Sie muss im Auftrag des Königs den angeblichen Mörder jagen – Cohen, der Gehilfe ihres Vaters. Der Junge, den sie heimlich liebt! Tessas besondere Gabe sagt ihr, dass Cohen schuldig ist. Aber ihr Herz spricht eine andere Sprache. Quelle


Meinung:
 

Bei diesem Buch handelt es sich um den ersten Band der Reihe „Königreich der Wälder“. Aufgrund des wunderschönen Covers und des vielversprechenden Inhalts wollte ich es unbedingt haben; somit hatte ich von vorne rein sehr hohe Erwartungen an diesen Reihenauftakt.

Die Welt, in der die Handlung spielt, besteht aus zwei Ländern, die miteinander im Streit liegen. Auf der einen Seite haben wir Malam, in dem die Protagonistin Tessa aufgewachsen ist und welches jegliche Art von Magie unter harten Strafen verbietet. Auf der anderen Seite haben wir Shaerdan, aus dem Tessas Mutter stammt und welches Magie gutheißt.
Nach dem Tod von Tessas Vater muss sich diese fortan alleine durchschlagen, was nicht gerade einfach ist. Da ihre Mutter den Titel „Verräterin“ trägt, wird sie in Malam nur bedingt toleriert und auch der drohende Verlust ihres Elternhauses belastet sie stark. Um zumindest ihr Haus behalten zu dürfen, wird ihr ein Angebot gemacht, welches sie nicht abschlagen kann: Den angeblichen Mörder ihres Vaters, dem Kopfgeldjäger des Königs, zu finden. Dumm nur, dass dieser ihre erste große Liebe ist…


Tessa war mir anfangs sehr sympathisch: Sie ist mutig, schlagfertig und clever. Sobald jedoch Cohen auftauchte, ging sie mir des Öfteren mal auf die Nerven. Ihre Handlungen waren oft nicht ganz nachvollziehbar und sie wurde schnell wegen Nichtigkeiten sauer, womit sie regelmäßig sich selbst und andere in Schwierigkeiten brachte.
Cohen selbst hat mich ebenfalls nicht komplett überzeugen können. Wie auch bei Tessa hatte ich bei ihm oft das Problem, dass ich seine Handlungen nicht nachvollziehen konnte. Er ist zwar ganz nett und hier und da gefiel mir sein Humor auch ganz gut, aber ich wurde einfach nicht warm mit ihm.
Die Liebesgeschichte der beiden war ein ständiges Hin- und her; es dauert ewig bis sie aufhörten um sich rumzutänzeln und selbst danach ist irgendwie doch noch ziemlich viel doof. Leider nichts Neues; habe ich in dieser Art schon gefühlt hundert Mal gelesen und somit war hier alles ziemlich vorhersehbar.

Etwas, was mir in dieser Geschichte sehr gut gefallen hat, war der Magie-Aspekt. Die verschiedenen Formen der Magie wurden verständlich erklärt und auch der Bezug zu Tessa, Cohen und dem aufzuklärenden Mord wurden toll ausgearbeitet und klangen plausibel.

Der Schreibstil ist sehr flüssig und hat mir im Großen und Ganzen ganz gut gefallen. Die Autorin beschreibt die Welt und die Charaktere sehr bildhaft, was mir den Einstieg in diese Geschichte sehr einfach gemacht hat. Leider waren aber viele Handlungen und Ereignisse vorhersehbar und somit fehlte oft ein bisschen die Spannung.


Fazit:  

Bei „Auf immer gejagt“ handelt es sich um einen netten Reihenauftakt in einer vielversprechenden Welt mit viel Potential. Die hohen Erwartungen, die ich an das Buch hatte, konnten aufgrund einiger Schwächen der Charaktere und der durchsichtigen Handlung nicht ganz erfüllt werden.

Im Großen und Ganzen ließ es sich aber gut lesen und war unterhaltsam, somit fällt es in die Kategorie „Zwischendurchgeschichte“.