Donnerstag, 27. April 2017

Rezension "Splitterleben" von Jenna Strack"

Autor: Jenna Strack
Titel: Splitterleben
Herausgeber: CreateSpace Independent Publishing Platform
Buchlänge: 278 Seiten
ISBN: 978-1542337786
Titel der Originalausgabe: Splitterleben
Preis: 12,00 € (Taschenbuch); 3,99€ (eBook)

Inhalt:

Die Welt der siebzehnjährigen Mia scheint zu zersplittern, als sie kurz nach einem Sportwettkampf erfährt, dass sie unter einer unheilbaren Krankheit leider. Von einem Moment auf den anderen scheinen ihre jungen Träume unerreichbar; die so hart erkämpfte Sportlerkarriere, das Wunschstudium und auch ihre erste große Liebe rücken in weite Ferne. Doch während sie sich Tag für Tag erneut dem Kampf gegen ihren eigenen Körper stellt, erkennt sie, was wirklich zählt im Leben: jeden schönen Moment zu genießen und aus den vorhandenen Splittern etwas Neues zusammenzusetzen. Quelle


Meinung: 

„Splitterleben“ hat eine ganz besondere Thematik und beinhaltet eine ordentliche Portion Gefühle. Um diese noch zu verstärken, gibt es eine schöne Playlist, die man sich bei Spotify („Splitterleben“) anhören kann.

Das Cover gefiel mir auf Anhieb sehr gut, die Blautöne sehen in Verbindung mit dem Mädchen und den Splittern sehr harmonisch und wunderschön aus. Es passt auch hervorragend zur Geschichte, da Mias Träume durch die Krankheit zersplittern.

Mia ist eine sehr ehrgeizige junge Frau, die nichts mehr will als ihr Ausnahmetalent im Laufen auszuschöpfen und noch zu verbessern, damit dann Wettbewerbe zu gewinnen, Sport zu studieren und endlich den Jungen für sich zu gewinnen, für den sie so lange geschwärmt hat. Ihr Leben dreht sich komplett um ihren Sport; nichts ist ihr wichtiger als das.
Kurz bevor sie endlich bereit ist, an internationalen Wettbewerben teilzunehmen, wird sie plötzlich ständig krank. Die vermeintliche Grippe entpuppt sich jedoch bald als etwas sehr viel schlimmeres und die Auswirkungen der Erkrankung auf ihr Leben ist für sie ein schwerer Schicksalsschlag. Ihre Welt fängt an zu zersplittern. Die Protagonistin ist mir sehr sympathisch und erinnert mich sowohl mit ihrem außerordentlichen Ehrgeiz als auch mit ihrer Leidenschaft sehr an meinen Freund, dessen Herz ebenfalls für den Sport schlägt und auch dort Karriere machen will. Mit diesem Hintergedanken war das Buch für mich sogar noch viel intensiver und ich konnte eine große emotionale Bindung dazu aufbauen.
Den meisten der anderen Charakteren dieser Geschichte hätte ich zwischen durch gerne mal die Leviten gelesen. Wie kann man nur so engstirnig und unzuverlässig sein? Hier möchte ich nicht zu viel vorneweg nehmen um nicht zu spoilern, aber ich hatte so eine Wut teilweise beim Lesen.
Zum Glück trifft Mia auf die tapfere Anh (die ebenfalls an derselben Krankheit wie Mia leidet) und auf den herzensguten Samu. Von beiden Charakteren können sich einige, sowohl im Buch als auch im wahren Leben, eine ordentliche Portion abschneiden. So eine ausgeprägte Freundlichkeit, Hilfsbereitschaft, Toleranz und Lebensfreude findet man heutzutage nicht mehr Überall.

Nicht nur das Cover und die Protagonistin haben mir sehr gut gefallen, sondern auch der Schreibstil. Trotz des schwierigen Themas und einigen Fachbegriffen hatte ich einen sehr guten Lesefluss. Es wurde auch ersichtlich, dass Jenna Strack sehr viel recherchiert und sich viel mit dem Thema auseinander gesetzt hat. Ich persönlich habe vorher noch nie etwas von dieser Krankheit gehört und bin entsetzt, wie viele Personen unter ihr Leben und Leiden müssen. Auch nachdem ich das Buch beendet habe, muss ich ständig an die Handlung denken und wie froh man sich schätzen kann, dass es sich selbst und den liebsten Menschen in seinem Leben gut geht.
Das Ende des Buches ist bittersüß und hat mir gut gefallen – ich hatte wirklich ordentlich Tränen in den Augen. Danke Jenna.
Was ich hier auch noch anmerken möchte, sind zwei ganz tolle Zitate aus diesem Buch, die ich mir mit Sicherheit in Zukunft sehr zu Herzen nehmen werde:
-       „Man kann alles schaffen, wenn man es nur will. Es gibt für jeden Menschen nur eine Grenze: sich selbst.“
-       „Iss Schokolade, bleib lange wach, versinke in mitreißenden Büchern und vor allem: Erobere die Welt und hab Spaß dabei.“


Fazit: 

"Splitterleben" ist eine unglaublich emotionale Geschichte, welche man wirklich gelesen haben sollte. Sie zeigt, dass man immer versuchen sollte das Beste aus einer Situation zu machen, egal, wie hoffnungslos sie zu sein scheint. Ich liebe dieses Buch und gebe ihm 5 von 5 Punkten!







Mittwoch, 26. April 2017

Rezension "Ein Käfig aus Rache und Blut" von Laura Labas

Autor: Laura Labas
Titel: Ein Käfig aus Rache und Blut
Herausgeber: Drachenmond Verlag
Buchlänge: 320 Seiten
ISBN: 978-3-95991-291-4
Titel der Originalausgabe: Ein Käfig aus Rache und Blut
Preis: 12,90 € (Taschenbuch); 3,99€ (eBook)

Inhalt: 

„Mein Körper sehnte sich nach Tod und Verwüstung. Ich ließ ihn gewähren.“

Nach dem grausamen Mord an ihrer Familie wird Alison Talbot von ihrer Tante zur Jägerin ausgebildet. Von nun an streift sie durch die Rayons und tötet Dämonen, die die Erde erobert und zerstört haben. Allein der Wunsch nach Vergeltung treibt sie an.
Eines Nachts wird sie von Dämonen entführt und zu Dorian Ascia gebracht, König einer der 21 Dämonenstädte, der ihr ein einzigartiges Training anbietet. Obwohl Alison ihm misstraut, nimmt sie das Angebot an. Fortan wird sie von dem Dämon Gareth trainiert, der sie nicht nur in den Wahnsinn treibt, sondern sie auch an ihrem Weltbild zweifeln lässt. Je mehr Zeit sie mit ihm verbringt, desto schwerer fällt es ihr, sich zwischen Rache und längst verloren geglaubten Gefühlen zu entscheiden. Quelle


Meinung: 

Das Cover wirkt sowohl düster als auch vielversprechend und gefällt mir an sich gut, allerdings sieht es ein bisschen verschwommen aus. Ich weiß zwar nicht, ob das beabsichtigt ist oder nicht, ich persönlich finde das leider ziemlich schade.

Der Inhalt verspricht ebenfalls eine düstere Geschichte mit viel Spannung und ich muss ganz ehrlich sagen: es hält, was es verspricht!

Alison ist eine starke Kick-Ass Protagonistin, die sich durch ihre traurige und verlustgeprägte Vergangenheit nicht mehr so leicht unterkriegen lässt - ganz nach dem Motto „Was dich nicht umbringt, macht dich nur stärker“. Über die Ausbildungszeit bei ihrer Tante erfährt man (leider) nicht sehr viel, nur dass sie ihr das Dämonenjagen und –töten beigebracht und ihr ein kleines Vermächtnis gemacht hat, welches sie mit allen Mitteln versucht geheim zu halten.
Nach dem Mord an ihrer Familie springt die Geschichte in die Gegenwart, in der sie sehr actionreich direkt mal ein paar Dämonen tötet. Bei so einem spannenden Auftakt war ich natürlich sofort von der Geschichte gefesselt und ich konnte es nur schwer wieder aus der Hand legen.
Alison bekommt nach ihrer Entführung vom Dämonenkönig Dorian Ascia einen Deal angeboten, den sie nur schwer abschlagen kann. Von da an trainiert sie unerbittlich um noch stärker und noch besser zu werden, als sie sowieso schon ist. Nach und nach taut ihr vor Schmerz und Rachegedanken vereistes Herz auf… und sie merkt, dass ihre Welt nicht ganz so schwarz/weiß ist, wie sie immer vermutet hat. 
Neben Alison mochte ich auch Gareth sehr gerne, seine anfängliche Abneigung ihr gegenüber macht relativ schnell einem starken Beschützerinstinkt Platz. Das war zwar für mich als Leser absehbar (hatte mir so etwas schon beim Lesen der Inhaltsbeschreibung gedacht), aber dennoch sehr süß und ich musste immer grinsen, wenn sich die zwei angezickt haben. Das Buch dreht sich allerdings nicht hauptsächlich darum, wie und OB die beiden zusammenkommen bzw. wie es in Alisons Liebesleben aussieht, sondern eher um den Kampf gegen die böse gesinnten Dämonen.

Der Schreibstil gefällt mir sehr gut; er ist flüssig, locker und von Anfang an mitreißend. Man erlebt die Geschichte nicht nur aus Alisons Sicht, sondern erhält auch Einblicke in die Handlungen und Gefühle von anderen Charakteren. Diese Perspektivenwinkel machen das Buch noch interessanter und spannender für mich.
Die „neue“ Welt, die nach der Dämonen-Invasion entsteht, hat die Autorin sehr gut beschrieben – für mich war alles logisch und ich hatte den Eindruck, als wäre die Geschichte sehr gut durchdacht.


Fazit:  

„Ein Käfig aus Rache und Blut“ hat mir unglaublich gut gefallen und ich freue mich schon sehr auf den zweiten Band. Ich hätte zwar auch ohne den Cliffhanger am Ende weitergelesen, allerdings macht dieser die Fortsetzung noch interessanter und ich bin gespannt, was da noch alles auf Alison, Gareth und all die anderen zukommen wird. Ich kann das Buch wirklich jedem Fantasy, Dämonen und/oder Young Adult Fan wirklich empfehlen und vergebe 4.5 von 5 Punkten!

Dienstag, 25. April 2017

Rezension "Witches - Hexenzirkel" von Pia Hepke


Autor: Pia Hepke
Titel: Witches - Hexenzirkel
Herausgeber: Eisermann Verlag
Buchlänge: 260 Seiten
ISBN: 978-3-946342-85-4
Titel der Originalausgabe: Witches - Hexenzirkel
Preis: 12,90 € (Taschenbuch)

Inhalt: 

Die junge Hexe Kira soll die Trägerin des einzigartigen Geistelementes sein. Dieses ist fester Bestandteil bei der Herstellung des sagenumwobenen Jugendelixiers.

Um das Geistelement in ihre Gewalt zu bekommen, würde ein Zirkel aus fünf Hexen alles tun. Sogar töten! Auf ihrer Flucht von ihren Verfolgerinnen, begleitet Kira stetig die eine Frage: Wem kann sie noch vertrauen?Quelle


Meinung: 

Das Buch bekam ich freundlicherweise als Rezensionsexemplar vom Eisermann Verlag zur Verfügung gestellt. Ich hatte es angefragt, da sich der Inhalt sehr interessant anhört und ich gerne Geschichten über Hexen lese.


Zunächst lernt man im Prolog den magischen Wegbegleiter Sergé kennen, welcher ein Feuersalamander und Kiras treuester Freund ist. Diese Wegbegleiter werden von den jungen Hexen heraufbeschworen und verstärken u. A. deren Zauberkräfte. Man erfährt etwas über Hexen (vor allem die Hexenschule, die Kira besucht) und über Kira direkt.
Sergé war mein Lieblingscharakter in diesem Buch, die Idee mit dem tierischen Freund finde ich immer wieder sehr süß und er hat auch einen gewissen Charme, der mir gut gefallen hat.
Nach dem Prolog wird die Geschichte aus Kiras Sicht erzählt. Ihr Handlungen konnte ich leider nicht immer ganz nachvollziehen – wieso zum Beispiel läuft sie aus dem Internat weg, um sich vor den Hexen in Sicherheit zu bringen? Wäre sie da nicht bei den ganzen machtvollen Hexen-Lehrern besser aufgehoben als alleine auf sich selbst gestellt? Alles an ihrem Verhalten wirkt sehr überhastet, unüberlegt und sehr naiv. Dies zieht sich leider über das ganze Buch hinweg.
Der Schreibstil hat mir leider auch nicht so gut gefallen. Ich habe das Buch zwar in wenigen Stunden ausgelesen, allerdings lag das eher an der geringen Seitenzahl als an der fesselnden Geschichte – dazu war sie für mich zu vorhersehbar. Was mir wirklich gar nicht gefallen hat und meiner Meinung nach ein absolutes No-Go in Büchern ist waren bei diverse Satzenden die Zusätze „*grins*“, „*grummel*“ oder auch „*schmunzel*“. Die beiden letzteren Anmerkungen werden mir beim Schreiben der Rezension sogar rot unterstrichen. Auch fand ich viele Rechtschreibfehler und auch so manchen Tippfehler im Buch. Vielleicht bin ich da etwas kleinlich, aber so etwas stört mich einfach beim Lesen.

Die Geschichte an sich ging Schlag auf Schlag, ein Ereignis jagte das andere und das erklärt auch die geringe Seitenanzahl. Ich hatte nicht nur einmal den Eindruck, als wollte die Autorin das Buch schnellstmöglich zum Ende bringen. Schade, dabei hätte sie aus dieser tollen Idee mit einer besseren Ausarbeitung und mehr Details eine richtig tolle Geschichte zaubern können.
Zum Ende hin wurde die Geschichte dann doch noch besser – die Handlung wurde etwas ausführlicher und liebevoller gestaltet. 


Fazit:

Die Idee des Buches gefällt mir richtig gut, allerdings wurde das Potential der Geschichte meiner Meinung nach nicht ausgeschöpft – die Autorin hätte da noch viel mehr rausholen können. Der Schreibstil ist wohl eher an eine jüngere Generation gerichtet (da sind *grins* Zusätze etc. am Satzende vermutlich nicht so schlimm und sogar amüsant). Hätte ich das Buch nicht mit 22 Jahren, sondern mit 12 Jahren gelesen, würde es mir bestimmt um einiges besser gefallen. Somit kann ich es zwar Erwachsenen Lesern nicht empfehlen, für Kinder und Jugendliche ist es aber bestimmt eine unterhaltsame Geschicht für zwischendurch. Das Buch erhält von mir 2 von 5 Punkten