Donnerstag, 30. März 2017

Rezension "Lucrum (Sonne-Mond-Saga)" von Anika Ackermann


Autor: Anika Ackermann
Titel: Lucrum (Sonne-Mond-Saga)
Herausgeber: Books on Demand
Buchlänge: 376 Seiten
ISBN: 978-3-743-19527-1
Titel der Originalausgabe: Lucrum (Sonne-Mond-Saga)
Preis: 13,95 € (Taschenbuch); 2,99€ (eBook)

Inhalt:

Was bleibt, wenn sich alles verändert? Wenn du dich veränderst?
London, 2050: Die Feuer des Dritten Weltkriegs sind noch nicht erloschen, als sich der Kampf um die Vorherrschaft der Stadt zwischen Schattenbrüdern und Lichtrittern zuspitzt. Die siebzehnjährige Emma kämpft gemeinsam mit den Schattenbrüdern gegen die Loge des Lichts, bis ihr bester Freund Liam plötzlich verschwindet und sie die Bruderschaft dahinter vermutet. Gemeinsam mit dem vorlauten Formwandler Timotheus und dem schönen, aber streitlustigen Lichtritter Noah versucht sie, die Wahrheit herauszufinden – und gerät in einen jahrhundertealten Konflikt
. Quelle


Meinung:

Nachdem dieses Buch leider ewig auf meinem SuB lag (die Gründe verstehe ich manchmal selbst nicht) habe ich es mir nun ENDLICH mal vorgenommen und ich muss sagen…
Ich könnte mir selbst in den Hintern beißen, weil es definitiv viel zu lange drauf lag! Das Buch ist großartig.
Emma war mir von Anfang an super sympathisch, sie ist ein Badass durch und durch (ich liebe weibliche Badass Charaktere). Sie zählt sich selbst zu den Bösen, obwohl sie in ihrem Inneren doch einen weichen Kern hat, den sie allerdings sehr zu unterdrücken versucht. Für sie kommt dies einer Schwäche gleich - und sie will alles andere, als schwach sein. Sie hat außerdem ein ziemlich vorlautes Mundwerk, was für mich furchtbar amüsant war, für Emma selbst aber einige Probleme bedeutet.
Der männliche Protagonist dieser Geschichte heißt Noah und er ist der perfekte Gegenpart zu Emma. Die beiden sind wie zwei Seiten einer Münze.
Bei der ersten Begegnung zwischen ihnen gleich zu Anfang des Buches prickelte es bereits gewaltig (jedenfalls kam es mir so vor) und ich musste da schon ständig grinsen.
Als dann auch noch der quirlige Timo(theus) seinen Platz in „Lucrum“ findet, war es komplett um mich geschehen. Kurz nach diesem Aufeinandertreffen wird Emma’s Leben auf den Kopf gestellt – plötzlich wird sie von der Jägerin zur Gejagten. Sie weiß nicht mehr, wem sie vertrauen und wer ihr helfen kann und muss sich dann wohl oder übel auf den Lichtritter Noah einlassen, der ihr helfen will. Da Lichtritter allerdings die „Erzfeinde“ ihrer Sippe - der Schattenbrüder - sind, fällt ihr das alles andere als leicht. Den Kampf zwischen diesen beiden Seiten fand ich sehr interessant dargestellt und auch wie es zu der „anderen Welt“ in 2050 kam (à durch einen dritten Weltkrieg).
Was mir ebenfalls sehr gut gefallen hat, war der Ort, an dem die Geschichte um Emma und Noah spielt – London ist einfach eine wahnsinnig faszinierende Stadt und ich freue mich jedes Mal, wenn diese als Schauplatz in einem Buch vorkommt. 
Mein Fantasy-Herz hatte auch einige Gründe zur Freude – denn neben Lichtrittern und Schattenbrüdern spielen auch Formwandler, Hexen und Elfen eine größere Rolle. Außerdem gibt es auch eine schöne Prophezeiung!
Die Autorin hat mit einem tollen Schreibstil viele wunderbare Charaktere und eine interessante Welt erschaffen, die ich mir sehr gut bildlich vorstellen konnte. Mit ihrer außergewöhnlichen Geschichte konnte sie mich komplett begeistern und verzaubern – vielen Dank dafür!


Fazit: 
Ich bin absolut begeistert von „Lucrum“ und kann es nur jedem empfehlen und ans Herz legen. Es ist einzigartig; voller Spannung, Magie, Humor und Romantik. Der Folgeband „Damnum“ zieht mit Sicherheit auch bald bei mir ein!

Samstag, 25. März 2017

Rezension "Paper Princess - die Versuchung" von Erin Watt


Autor: Erin Watt
Titel: Paper Princess – Die Versuchung
Herausgeber: Piper
Buchlänge: 384 Seiten
ISBN: 978-3-492-06071-4
Titel der Originalausgabe: Paper Princess
Preis: 12,99 € (Klappenbroschur); 9,99€ (eBook)

Inhalt:

Sie sind reich, sie sind mächtig und verdammt heiß! Kannst Du ihnen widerstehen?
Ellas Leben war bisher alles andere als leicht, und als ihre Mutter stirbt, muss sie sich auch noch ganz alleine durchschlagen. Bis ein Fremder auftaucht und behauptet, ihr Vormund zu sein: der Milliardär Callum Royal. Aus ihrem ärmlichen Leben kommt Ella in eine Welt voller Luxus. Doch bald merkt sie, dass mit dieser Familie etwas nicht stimmt. Callums fünf Söhne – einer schöner als der andere – verheimlichen etwas und behandeln Ella wie einen Eindringling. Und ausgerechnet der attraktivste von allen, Reed Royal, ist besonders gemein zu ihr. Trotzdem fühlt sie sich zu ihm hingezogen, denn es knistert gewaltig zwischen ihnen. Und Ella ist klar: Wenn sie ihre Zeit bei den Royals überleben will, muss sie ihre eigenen Regeln aufstellen … Quelle

Meinung:

Das Cover dieses Buches ist wunderschön: Weiß, Gold und viel Glitzer! Als ich es in der Buchhandlung gesehen habe, hat es mich förmlich angeschrien es zu kaufen. Auch der Inhalt klang sehr vielversprechend – Mädchen aus armen Verhältnissen kommt in eine Familie, die in Geld schwimmt und passend 5 wunderschöne Söhne hat. Diese sind allerdings zunächst keineswegs begeistert über ihre neue Schwester. Vorallem einer der Royals will sie unbedingt wieder loswerden… ausgerechnet der Bruder, der ihr prompt das Herz stiehlt.
Ella mochte ich eigentlich direkt, da sie eine starke Persönlichkeit hat. Obwohl sie als „Eindringling“ in die Welt der Reichen und Mächtigen kommt und gemobbt wird, weil sie als Bedrohung angesehen wird, lässt sie sich nicht so schnell unterkriegen. Ella sagt was sie denkt und ist für ihr Alter schon sehr eigenständig, was mich wirklich beeindruckt hat.
Papa Royal ist von Anfang an sehr nett und fürsorglich - man merkt, dass er Ella wirklich gerne in seiner Familie hätte.
Die Gebrüder Royal haben alle ihr Päckchen zu tragen, keiner scheint richtig glücklich mit seinem Leben zu sein. Nach und nach deckt Ella die Geheimnisse ihrer neuen Familie auf – eines verschrobener als das andere.
Das Buch wurde von zwei Autorinnen geschrieben. Normal bin ich da aufgrund einiger sehr schlechter Erfahrungen wirklich vorsichtig (d
ie Handlung ist mir da oft zu durcheinander und verwirrent), aber das ist bei "Paper Princess" absolut unbegründet. Hier ist die Geschichte sehr gut durchdacht und mit knapp 400 Seiten hat sie auch eine angemessene Länge.
Ich wollte einfach nicht mehr aufhören zu lesen, zum einen hat mich der Gedanke nicht losgelassen, wie es mit Ella und Reed weitergeht. Zum anderen passierte ständig etwas anderes, für mich war es einfach durchgehend spannend.


Fazit

„Paper Princess“ wird bestimmt von Vorurteilen, Gerüchten, Intrigen und Liebe. Der Spruch „Geld regiert die Welt“ wird in diesem Buch wieder einmal bewiesen – allerdings erkennt man auch klar, das Geld nicht alles ist. Geld allein ist kein Garant für Glück.
Ein weiterer Spruch, der mir zu diesem Buch einfällt und der auch toll zum Cover passen würde, wäre: Der Schein trügt bzw. nicht alles was glänzt ist gleichzeitig aus Gold.
Lest es – ich hoffe ihr liebt es genauso wie ich.



Dienstag, 21. März 2017

Rezension "Die Blutlinie" von Cody McFadyen




Autor: Cody McFadyen
Titel: Die Blutlinie
Herausgeber: Bastei Lübbe
Buchlänge: 476 Seiten
ISBN: 978-3-404-15853-9
Titel der Originalausgabe: Shadow Man
Preis: 10,90€ (Taschenbuch); 8,49€ (eBook); 10,99€ (Hörbuch)


Inhalt:

Er bezeichnet sich selbst als Nachfahren von Jack the Ripper… Nach dem Mord an einer Freundin folgt FBI-Agentin Smoky Barrett der Fährte des Killers. Doch die Spuren, die der eiskalte Serienmörder hinterlässt, sind so blutig, dass ihr ganzes Können gefragt ist. Die Zeit arbeitet gegen sie, und mit jedem neuen Verbrechen gelangt Smoky zu einer erschreckenden Erkenntnis: Der Mörder möchte sich einen Traum erfüllen – ein Traum, der für viele zum Alptraum werden könnte… Der erste Fall für Ermittlerin Smoky Barret!  Quelle

 
Meinung:

Momentan lese ich wieder richtig gerne Thriller. Ich durchstöberte die eBooks von meinem Papa und fand „Die Blutlinie“ von Cody MyFadyen. Der Autor kam mir bekannt vor – ich hatte ihn bei seiner Signierstunde auf der Frankfurter Buchmesse gesehen! Sein Buch schien ziemlich gut anzukommen, die Schlange der Menschen, die für eine Signatur anstanden war riesig. Ich habe es mir dann also auch runtergeladen und fing direkt mit dem Lesen an.

Direkt zu Anfang wird der Leser in die dunkelsten Stunden von der Protagonistin Smoky Barrett geführt: Nachdem sie in ihrem eigenen Zuhause gefoltert und missbraucht wurde musste sie auch noch zusehen, wie ihre Familie getötet wurde. Dem Wahnsinn nahe versucht sie herauszufinden, ob sie noch in ihrem alten Job als FBI Agentin arbeiten kann oder nicht – die Entscheidung wird ihr schnell abgenommen, als sie die Info über die Ermordung ihrer Freundin bekommt und ein an sie adressierter Brief vom Mörder auftaucht. Sie stößt zu ihrem alten Team und sagt dem selbsternannten Nachfahren von Jack the Ripper den Kampf an. Als nicht nur Smoky‘s persönliches Umfeld, sondern auch das ihrer Kollegen bedroht wird beginnt für das ganze Team ein Wettlauf gegen die Zeit.

Das Buch fängt schockierend an und verliert keine Sekunde an Spannung. Es ist sehr gut geschrieben und die Geschichte ist auch toll ausgearbeitet.

Ich mochte die Personen in dem Buch eigentlich fast alle sehr gerne, vorallem Callie hat es mir angetan. Sie sagt was sie denkt und ist eine absolute Kämpferin, das liebe ich! Smoky mochte ich zwar auch sehr gerne, allerdings hat mich Callie viel schneller und einfacher um den Finger gewickelt!

 
Fazit: 


Ein gelungener Thriller, bei dem mir das Blut in den Adern gefror. Ich werde auf jeden Fall die Reihe um die taffe Smoky Barrett weiterlesen – Herr McFadyen hat einen neuen Fan gewonnen.
Ein LeseMUSS für alle Thriller-Fans!



Donnerstag, 16. März 2017

Rezension "Tote Mädchen lügen nicht" von Jay Asher










Autor: Jay Asher
Titel: Tote Mädchen lügen nicht
Herausgeber: CBT
Buchlänge: 266 Seiten
ISBN: 978-3-570-30843-1
Titel der Originalausgabe: 13 Reasons Why
Preis: 14,95 € (gebundene Ausgabe); 8,99€ (Taschenbuch); 7,99€ (eBook); 14,99€ (Hörbuch)

Inhalt:
Als Clay Jensen aus der Schule nach Hause kommt, findet er ein Päckchen mit Kassetten vor. Er legt die erste in einen alten Kassettenrekorder, drückt auf »Play« – und hört die Stimme von Hannah Baker. Hannah, seine ehemalige Mitschülerin. Hannah, für die er heimlich schwärmte. Hannah, die sich vor zwei Wochen umgebracht hat. Mit ihrer Stimme im Ohr wandert Clay durch die Nacht, und was er hört, lässt ihm den Atem stocken. Dreizehn Gründe sind es, die zu ihrem Selbstmord geführt haben, dreizehn Personen, die daran ihren Anteil haben. Clay ist einer davon... Quelle

Meinung:
Ich habe mir dieses Buch gekauft, da es momentan (erneut) überall in den sozialen Medien zu sehen ist. Grund hierfür ist vermutlich die neue von Netflix produzierte Serie, die auf dem Buch basiert. Da ich ein großer Fan von den Netflix Originals bin und sich der Inhalt sehr interessant anhörte, habe ich beschlossen mir das Buch ebenfalls zu kaufen.
Ich habe es keine Sekunde bereut! Die 266 Seiten hatte ich innerhalb weniger Stunden durchgesuchtet, da ich einfach nicht mehr aufhören konnte weiterzulesen.
Das Buch ist in Ich-Form geschrieben: eigentlich befindet sich der Leser in der Ich-Form von Clay, da Clay allerdings Hannah’s Geschichte durch die Kassetten in einem Walkman hört, fühlt es sich so an als würde man das Buch auch in Hannah’s Ich-Form lesen. Das fand ich sehr interessant und es hat mir auch total gefallen.
Mit der Geschichte an sich hat Jay Asher einen absoluten Volltreffer gelandet – er hofft den Lesern das Thema Selbstmord und die dazugehörigen Gründe näher zu bringen und will zeigen, wie unbedachte Handlungen bzw. Äußerungen oder schlichtweg Ignoranz so eine Idee in einer Person wachsen lassen.
Hannah nimmt kurz vor ihrem Suizid die Kassetten auf und erzählt dort ihre Geschichte und ihre Gründe. Jede Person, die auf den Kassetten vorkommt soll ihre Geschichte hören und sich Gedanken darüber machen. Sie sorgt dafür, dass jeder, der die Kassetten zuletzt hatte, diese an die nächste Person weiterschickt. Falls dies nicht passieren sollte, geht ein Satz mit Kopien an die Öffentlichkeit, was natürlich keiner der Personen auf den Kassetten möchte.
Jede Kassette, die Clay hörte war schlimmer als die davor. Ich hatte zwischendurch Wuttränen in den Augen und zum Schluss war ich einfach nur noch fassungslos.


Fazit: 
Ich kann bei diesem Buch absolut keine negative Kritik äußern. Viele meinen, Hannah wäre nicht authentisch genug oder sie könnten ihre Schritte teilweise nicht nachvollziehen – aber wer kann sich denn schon denken, was in Köpfen von Menschen vorgeht, die sich aufgeben, wenn sie nicht selbst schon ernsthaft an Selbstmord gedacht hätten? Ich kann das zumindest nicht und ich will es auch gar nicht. Wer weiß denn schon, mit wem Herr Asher denn alles gesprochen hat und wie viel davon sogar wirklich auf wahren Begebenheiten beruht? Meiner Meinung nach ist das Buch grandios und sollte von jedem einmal gelesen werden, vorallem für Schulklassen wäre dies eine aufschlussreiche Schullektüre. Ich für meinen Teil bin nun mega gespannt auf die Serie!